Von China lernen heißt Surfen lernen

Von Kai | 6. September 2009 in Terrorabwehr

Da sind die Chinesen uns wieder einen Klick vorneweg: Dort muß sich jeder im Internet erst ausweisen wenn er Kommentare in Foren oder Blogs abgeben will. Das ist doch der Wunschtraum unserer hiesigen Polit-Elite, endlich ist der rechtsfreie Raum Internet besiegt! Da kann man noch eine Quasi-Behörde dazubauen und schon ist das Netz sicher vor Kritik, Information und Wissen. Mittelfristig sind wird dann endlich wieder beim BTX der Neuzeit, einem Medium in dem nur konsumiert, aber nicht geschrieben werden wird, jedenfalls nicht von der breiten Masse.

Wer singt landet in Sing-Sing

Von Kai | 10. August 2009 in Panne, Terrorabwehr

Ein aufmerksamer Taxifahrer hatte einen ganz gefährlich Musik-Mitsinger als Terroristen enttarnt. Selbiger wurde dann in letzter Minute aus dem Flugzeug geholt, bevor er auch dort falsch weitersingen konnte. Der Text einer gar nicht mal so unbekannten Punkband war wohl im rechtsfreien Raum der Musikbranche durch die Zensur gerutscht:

Now war is declared – and battle come down

Der Text machte sich nicht so gut.

Comic Zeichner des Terrors

Von Kai | 28. Juni 2009 in Terrorabwehr

Die Behörde TSA versteht keinen Humor, wenn es um den Schutz ihrer Bürger geht. Das durfte auch ein Comic-Zeichner erleben, der ein Heft der Serie unthinkable bei sich hatte.

The minute I saw the faces of the agents, I knew I was in trouble. The first page of the Unthinkable script mentioned 9/11, terror plots, and the fact that the (fictional) world had become a police state. The TSA agents then proceeded to interrogate me, having a hard time understanding that a comic book could be about anything other than superheroes, let alone that anyone actually wrote scripts for comics.

Als Tipp für den nächsten Terroristen: Keine Anschlagspläne als Comic getarnt in den USA bei sich haben. Übrigens sollen auch Mickey Mouse Hefte auf den Index kommen, da die großen Ohren ja eigentlich einem stilisierten Turban gleichen und auch immer gerne was in die Luft fliegt.

fotografieren verbotenDas war knapp, so fängt auch dieser Artikel wieder mal an. Da hat doch jemand versucht hochgeheime Flugzeuge zu fotografieren. Er ist natürlich – ein herzlicher Dank an die US Homeland Securityerwischt worden und hat einige Zeit in Handschellen den Papst gegeben, also den Boden geküsst.

Leider hatte die Behörde ein wenig überreagiert, da es sich bei dem Flugzeug um ein ein etwas älteres Modell aus den 40er Jahren handelte, eine B-24. Außerdem war auf dem Flugplatz Tag der offenen Tür, so daß sich eigentlich niemand über Besucher hätte wundern dürfen.

Einer der anwesenden Veteranen schüttelte nur seinen Helminhalt und sagte:

It’s the U.S.A., not U.S.S.R. — I didn’t fight to protect this shit.

Trotzdem Glück gehabt, weil der echte Terrorist natürlich nur auf Einladungen hin sich zu Flugplätzen begibt und dann auch noch das älteste vom ältesten fotografieren will.
Das war knapp!

Das ist ja mal ein ganz neuer Ansatz. Da sieht man extra nicht so aus wie der typische Terrorist, verzichtet auf Haarbesatz im Gesicht, Gardine als Kleidung und hat extra gebleichte, helle Haut und wird doch unter Terrorverdacht angehalten und durchsucht. Man fragt sich warum. Weil es die Statistik entzerren soll!

In UK sind ja alle Verdächtigen an der Optik zu erkennen, halt nahöstliche Erscheinung. Damit das nicht zu sehr auffällt, werden nun extra viele Europäer zusätzlich angehalten und durchsucht, schon wissend das diese ja keine Terroristen sein können. Nur um sich nicht den Stempel des Rassismus aufdrücken zu lassen.

Da will man die lieben kleinen doch nur vor sich selber beschützen und dann ist es auch wieder nicht recht. Nun hatten in Essex sich eine ganze Klasse zum Streik berufen gefühlt, nachdem sie eines Morgens vier neue Kameras in ihrem Klassenraum vorfanden.

It turned out that our entire class was angry or confused over the cameras. Out of a class of 18 students, 17 felt uncomfortable with the idea and decided to boycott the room until the issue, and the students, were addressed. This was a difficult decision as we were three months away from exams and we had five lessons a fortnight in the room. The student body was supportive and a petition gained over 130 signatures

Das erinnert den informierten Leser natürlich sofort an das Buch Little Brother. Dachte sich auch der Autor des Buches, als er von dem Aufruhr erfuhr und sponserte prompt einen Stapel dieses Buches. Damit die lieben Kleinen mal schön weiter so kritisch gegen CCTV bleiben. Weiter so!

So kann man den Terrorismus auch erklären, auf medizinische Art. Eigentlich reagiert der Staat wie ein übersteuertes Immunsystem auf einzelne Infekte.

Specifically, auto-immune war is a strategy, but its tactical implementation is the creation of false positive responses. Security obsession gums up the economy with inefficiencies. Terrorism terrorises the public; security theatre keeps them that way. As Kilcullen points out, every day, millions of travellers are systematically reminded of terrorism by government security precautions. Profiling measures subject entire communities to indignity and waste endless hours of police time. Vast sums of money are spent on counterproductive equipment programs and unlikely techno-fixes. National identity cards and monster databases are the specific symptoms of this pathology in the UK, just as idiotic militarism is in the US.

Der Mann hat gutes Timing, keine drei Wochen vor der nächsten größeren Wahl werden wieder mal Meldungen lanciert, Deutschland stehe im Visier von Islamisten (Hier zum Bericht). Daraufhin werden natürlich wieder Schaaren von Wählern sich mit Hilfe eines einfachen Kreuzes gegen den Islam wehren und die Wahl für das große C im Parteinamen gewinnen.

Fast das gleiche wie bei den Benzinpreisen. Vor den Ferien werden die – natürlich ohne jeglichen Kausalzusammenhang – plötzlich erhöht und danach wieder gesenkt. Da allerdings merkt es der Wähler schon langsam, hat aber keine Wahl.

Eine Untersuchung im Mutterland der Kameraüberwachung hat erschreckendes belegt: Die Kameras bringen für die Sicherheit rein gar nichts und lohnen sich nur in der nächtlichen Überwachung von Parkplätzen. Einziger Effekt bislang war sogar eine Erhöhung der Anzeigenrate. Die investierten Gelder von einer halben Milliarde Pfund hätte man lieber in die Straßenbeleuchtung gesteckt.

Die US-Kinderarmee

Von Kai | 15. Mai 2009 in Terrorabwehr

Bei den Amerikanern geht es schon im Kindesalter von 14 an die Heimatfront.

United States Border Patrol! Put your hands up

ist ein Satz, den dort schon die Pfadfinder auswendig lernen. Damit werden Einwanderer und arabische Terroristen im Training zum Anhalten bewegt.

This is about being a true-blooded American guy and girl, … It fits right in with the honor and bravery of the Boy Scouts

I like shooting them … I like the sound they make. It gets me excited.

Wenn das bei deutschen Pfadfindern ausgesagt würde, wäre aber die Politik am dampfen.