Noch regt sich leichter Widerstand unter den Briten und bei manchem Anti-Terror-Unsinn bringt es dann die Teetasse zum überlaufen: Nun wollten am Sonntag sich verschiedene Organistationen zum Schutz des Fotografierens zusammenschließen und eine Rally nach Scotland Yard unternehmen.

Heute soll nämlich ein Gesetzt verabschiedet werden, welches Fotos bestimmter Personengruppen untersagt (wir berichteten).

Biometrie mit Leseschwäche

Von Kai | 10. Februar 2009 in Europa, Panne

So kann man auch Geld verbrennen. Da wird mit Milliardenaufwand in England der biometrische Ausweis eingeführt und dann fehlen so Kleinigkeiten wie Lesegeräte. Nicht etwa nur in einzelnen dörflichen Polizeistuben, sondern landesweit ist kein einziges Gerät vorhanden. Und ob die jemals bestellt werden, hängt davon ab, ob sich noch ein produzent findet. Selbst hergestellt sind die Geräte noch nicht mal.

Das House of Lords in England hat sich überraschend klar gegen den aktuellen Trend gestellt alles und jeden überwachen zu wollen. Da gab es so durchaus vernünftig klingende Zitate, wie:

privacy is an essential prerequisite to the exercise of individual freedom … The huge rise in surveillance and data collection by the state and other organisations risks undermining the long-standing traditions of privacy and individual freedom which are vital for democracy

Da sind die alten Herren anscheinend doch mal aufgewacht und haben auch was sinnvolles zur Politik beigetragen. Hoffentlich macht sich die Meinung als nächstes auch mal in der breiten Bevölkerung bekannt, da gibt es ja noch viel zu viel stille Zustimmung, anstelle von aktiver Ablehnung.

Böse Bobby Bilder

Von Kai | 4. Februar 2009 in Europa, Terrorabwehr

Wieder mal Neues aus dem Königreich der Fotografierverbote. Für ein Foto eines Polizisten drohen nun bis zu 10 Jahre Gefängnis. Verhältnismäßigkeit buchstabiert man in UK anscheinend grundsätzlich anders. Natürlich alles im Namen der Terror-Abwehr. Denn Fotos sind ja …

likely to be useful to a person committing or preparing an act of terrorism

Das Gesetz tritt am 16. Februar in Kraft.

Kinder-Terror im Keim ersticken

Von Kai | 29. Januar 2009 in Europa

Was die Erwachsenen können, das geht bei Kindern schon lange. Also landen auch alle Kinder in England ungefragt in einer Datenbank und werden erfasst. Bei der üblichen Datensicherheit in UK wird es nicht lange dauern, bis der eine oder andere Interessent sich die Datenbank besorgt und einen runterlädt. Bei der bescheidenen Anzahl von über dreihunderttausend Erwachsenen die reinschauen dürfen ist das nur eine Frage von Wochen.

Die Regierung hat gezeigt, dass man ihr keine vertraulichen Daten überlassen kann. Es ist das gute Recht aller Eltern, zu verlangen, dass die persönlichen Informationen ihrer Kinder keinem Risiko ausgesetzt werden.

Ach ja: Promi-Kinder stehen übrigens nicht dort drin. Die sind wieder mal etwas gleicher als der Rest!

Biometrie macht sicher

Von Kai | 16. Januar 2009 in Europa, Terrorabwehr

Endlich wieder eine gute Nachricht. Die Biometrie in den zukünftigen EU-weiten Pässen soll es sicherer machen, nämlich die Pässe. So lautet zumindest die Meldung bei golemSicherheit der Pässe soll erhöht werden“. Von der Sicherheit der Büger steht da nichts und genau so wird es in der Realität auch ausgehen.

Biometrie macht sicher, oder ist es Biometrie sichert Macht?

Frühkindliche Datenschutz Erziehung

Von Kai | 12. Januar 2009 in Europa

Wieder mal sind uns die Briten einen Schritt voraus. Schon in der Schule werden sich die Kids gefälligst daran gewöhnen müssen mit Gesichtsscannern umzugehen. Nur so kann die kommende Generation den Vorsprung in einem globalisierten Markt wahren. Erst die frühzeitliche Selbstaufgabe von Datenschutz und informeller Selbstbestimmung setzt uns auf gleiches Niveau wie die Mitbewerber aus Ländern wie Vietnam, China oder anderen, die noch in der Zensur und Unterdrücken ihrer Bürger führend sind. Aber das holen wir schon noch auf.

Kaum zu fassen: Ausgerechnet in der nähe einer Londoner Polizeistation wagte ein als Künstler getarnter Terrorist ein Bild zu knipsen. Diese Gefährdung der nationalen Sicherheit wurde natürlich dank der allgegenwärtigen Augen des Staates schon im Ansatz vereitelt werden. Für Londoner Verhältnisse ist es ja auch absolut unüblich, dass jemand ein Foto schiessen will – wenn das schon schiessen heisst, kann das ja nur böse sein.

Wie er allerdings seit den 60er Jahren unbehelligt bislang seinem gefährlichen Foto-Hobby nachgehen konnte, ohne das es zur bildlichen Katastrophe kam, ist noch ungeklärt.

Er kam nach fünf Stunden und unter Verlust seiner DNA wieder auf freien Fuß. Der neue Jack-the-Knipser ist wieder unterwegs!

Terror Clown überwältigt

Von Kai | 26. Dezember 2008 in Europa

Das war knapp. Nur durch den Alarm eines Metalldetektors wurde ein Auftrags-Clown davon abgehalten ein Flugzeug zu besteigen. Die Waffen in Form eines Paars Plastikhandschellen und einer Trillerpfeife wurden daraufhin ausgiebig untersucht. Ebenso das Kostüm des nun bis auf die Unterwäsche lächerlich nackten Clowns. Selbstverständlich wurde auch das Seifenwasser für seine Seifenblasen Show noch in durchsichtige Beutel umgefüllt, sicher ist sicher.

They took me to the customs office, I took off the costume and they put it through the X-ray machine … However, he was required to give in his handcuffs at security in line with national security regulations

Trotzdem durfte David Vaughan anschließend den Flieger besteigen und einer Gruppe behinderter Kinder die geplante in-Air-Freude vorführen.

Bulgarien erleichtert Terrorismus

Von Kai | 23. Dezember 2008 in Europa

Das unverantwortliche Vorgehen eines bulgarischen Gerichts verhindert aktuell die Vorratsdatenspeicherung in diesem Land. Seit dem 11. Dezember gilt die komplette Erfassung der Verbindungsdaten aller Bürger als unerlaubter Eingriff in die Privatsphäre.

Konsequenter Weise müssten dort eigentlich seit zwei Wochen Terror und Gewalt herrschen, sofern man der Panikmache unserer eigenen Politiker Glauben schenken will. Oder sollte das Problem gar nicht so groß sein? Wie will man mit vorsorglich erfassten Daten Anschläge verhindern? Die nachträgliche Aufklärung kann da nicht das einzige Ziel sein, dafür kann man auch das Bekennerschreiben lesen, da steht genausoviel drinnen.