Dank dem engagierten Einsatz der Telekom konnte kurz nach dem 11. September eine Rasterfahndung nach sogenannten Schläfern durchgeführt werden. Nur dem kleinen Dienstweg und dem Verzicht auf jegliche rechtliche Skrupel ist dieser effektive Schutz der Bundesbürger zu verdanken.

Leider wirbt die Telekom nicht mit dieser Heldentat und schiebt den Riegel des Datenschutzes vor, weshalb auf Anfragen zu dem Thema nicht geantwortet werden kann.

Und ein Glück, daß die Schläfer sicher sich auch mit dieser Berufsbezeichnung im Telefonbuch haben eintragen lassen. Mitläufer sind dann sicher noch bei T-Mobile zu finden, in der myFaves Ablage der Handynutzer versteckt.

Geheimes TV im elektrischen Stuhl

Von Kai | 12. Februar 2009 in Deutschland

Neu von Technisat ist ein Balkonstuhl mit versteckt eingebautem Satelliten-Empfänger. Das muß doch den potentiellen Terror-Schläfer in Deutschland gefallen. Damit kann er unerkannt von Nachbarn und Behörden den Stuhl nach Osten ausrichten und via Satellit direkt sein arabisch codiertes Terror-TV empfangen. Wie kann man solche technische Waffen nur zulassen?

Wir fordern ein generelles Verbot von Balkonstühlen aus Gründen den inneren Sicherheit!

Die große Koalition beschwört wieder mal die Achse des Bösen und wer nicht mit uns ist ist gegen uns. So könnte man die aktuelle Diskussion schon deuten. Da werden grundlegende Prinzipien des Rechtsstaats wie das Schuldstrafrecht aufgegeben, alleine der nachzuweisende zukünftige Anlass soll schon genügen.

Keiner müsse Angst haben vor dem Gesetz, da die Verdächtigen im Zweifelsfall natürlich freigesprochen würden

Na prima, und was erzähle ich Freunden, Nachbarn, dem Arbeitgeber und Kunden? Nach so einem Freispruch aus Mangel an Beweisen ist man doch gezeichnet.

Wer Sicherheit in Deutschland liebt, muss diesem Gesetz zustimmen

Das ist reinste schwarz weiß Malerei. Über sinnvolle Maßnahmen wird da nicht mehr diskutiert, es geht nur um die Festigung der Macht und die Angst vor Änderungen.

Strafbar werden solle daher nur die Verknüpfung einer objektiven Tat mit einer subjektiven Vorsatzkomponente

Wobei die objektive Tat noch in der Zukunft liegt und der subjektive Vorsatz nicht beweisbar ist. Eine reine Luftnummer, gebacken aus Aktionismus.

Und was soll man eigentlich von diesem genau pünktlich lancierten Terror-Video halten, auf dem so Metropolen wie Bremen bedroht werden? Warum nicht gleich noch kleinere Städte? Ist das ein Fehler des Übersetzers?

Das wurde aber auch Zeit, nun sollen flächendeckend die Bahnhöfe videoüberwacht werden. Und wenn man schon dabei ist auch gleich in den Fernzügen selbst. War bislang nur ein Display in der Kopfstütze des Vordermannes eingebaut, oder steckt da schon eine Kamera dahinter?

Leider wird dieser ganze Aktionismus wieder nichts als Kosten verursachen und viele Leute in falscher Sicherheit wiegen. Welcher Attentäter läßt sich denn von der Videoaufzeichnung seiner Tat abschrecken? Im Gegenteil: Manche Anschläge wurden von den Terroristen sogar gefilmt, als Werbekampagne sozusagen.

Und ob ich im Nachhinein aus dem bekennerschreiben oder aus der Videoaufzeichnung rauslesen kann wer es war, das ist mir als Opfer dann auch egal.

Schade ums Geld, oder steckt da langfrsitig doch mehr dahinter? Frühe Entwöhnung der Privatsphäre?

Gut so! Endlich wird Deutschland sicherer! Das Kabinett hat heute einen Kessel Buntes verabschiedet im Sinne unser aller Sicherheit. So lobenswert das Ziel sein mag, so schwierig wird die Anwendung des neuen Straftatbestandes werden. Was sind denn bitte Grundstoffe für Anschläge? Das Paket Dünger vom Pflanzenmarkt? Und was ist mit:

die Bereitschaft anderer zu fördern oder zu wecken, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat zu begehen

Die Bereitschaft wächst ja schon in manchen Köpfen, wenn man nur so manches Parteiprogramm liest. Sind das dann auch schon Anstifter? Macht sich die Politik gerade selbst straffällig?

Skandalöse Tipps bei golem.de

Von Kai | 4. Januar 2009 in Deutschland

Sollte die golem.de Redaktion etwa den Terrorismus unterstützen? Dort finden sich aktuell viele Seiten von Tipps wie man die Vorratsdatenspeicherung unterlaufen oder zumindest behindern kann. Für den Vollzeitterroristen – allgemein auch IT-Experte genannt – ist das zwar alles nichts neues, aber wenn nun auch noch die breite Masse sich der Überwachung entzieht, wird das Land sicher noch viel unsicherer und unüberwachbarer werden. Sandalös!

Schöne Bescherung

Von Kai | 28. November 2008 in Deutschland

Was will uns denn der rollende Nikolaus da wieder vor Weihnachten noch unterschieben? Nun werden schon Ultimaten gestellt, bis wann das sogenannte BKA-Gesetz beschlossen sein soll. Ist das dann der Trojaner Ultimate? Erinnert irgendwie an ein buntes OS.

Sicher ist wohl, daß die letzten Widersacher noch schnell einknicken werden. Auch unter dem Druck von Indischem Terror macht sich so eine Abstimmung einfach leichter.

Informationskontrolle, oder -kanäle

Von Kai | 27. November 2008 in Deutschland

Ein toller Versprecher, oder hat sich da jemand nur verplappert?

Terrorbotschaft vom Soldatenabzug

Von Kai | 25. November 2008 in Deutschland

Man muss anscheinend aufpassen was man wo und wie sagt. Wie sonst ist diese Formulierung zu verstehen:

In den öffentlichen Fokus sei die deutschsprachige GIMF durch Veröffentlichungen von selbst erstellten Videobotschaften in deutscher Sprache gerückt, in denen die Regierungen von Deutschland und Österreich zum Abzug ihrer Soldaten aus Afghanistan aufgefordert werden

Wenn man also für einen Abzug der Bundeswehr aus diesem drögen Landstrich stimmt, dann steht man schon unter Verdacht? Oder ist das nun ungeschickt von der Presse wiedergegeben worden?

Big Brother – Little Brother

Von Kai | 24. November 2008 in Deutschland

Das absolut lesenswerte Buch Little Brother von Cory Doctorow gibt es nun auch in einer Fan-Übersetzung in Deutsch. Wer sich bislang also nur wegen der Sprachbarriere vom Lesen abhalten lies, der hat nun keine Ausrede mehr.

Prädikat: Lesenwert!