Terrorgefahr vor Bundestagswahl

Von Kai | 2. August 2009 in Deutschland

Wieder mal Panikmache auf hohem Niveau:

Massengeiselnahmen und Anschläge mit radioaktiv verseuchtem Material? Terroristen könnten nach Ansicht von Volker Bouffier (CDU) den Bundestagswahlkampf zu Aktionen nutzen. “Nichts ausschließen” will der Innenminister.

Und dazu noch seine Aussage:

Es hat nichts mit Panikmache, aber sehr viel mit Vorsorge zu tun, wenn sich die Polizeien von Bund und Ländern auch auf die Möglichkeit einer Massengeiselnahme vorbereiten

Da stimme ich nur insoweit zu, daß eine ständige Vorbereitung auf alle Eventualitäten keine Panikmache ist, sondern Vorsorge. Echte Panikmache allerdings ist es genau zu dieser Wahlkampfzeit mit so einem Thema an die Presse zu stürmen. Das ist nun wirklich unnötig und unterstes Niveau, selbst für einen Politiker.

Geldwechseln für Terroristen

Von Kai | 29. Juli 2009 in Deutschland

Mal eben bei der Bank einen fünf Euro Schein wechseln, da könnte ja jeder x-beliebige Terrorist kommen. Also immer schön den Ausweis vorzeigen, denn wer Bargeld hat ist verdächtig. Warum sind eigentlich nicht Banken verdächtiger als ihre Kunden? Schließlich beschummeln Banken ja im ganz großen Stil ihre Regierungen, aber das nennt man dann wohl Marktwirtschaft und nicht Terrorismus.

Terror-Rauschen vor der Wahl

Von Kai | 2. Juli 2009 in Deutschland

Wie üblich werden pünktlich vor den Wahlen die ersten Gerüchte zum Terror-Risiko gestreut. Die Gefahr ist natürlich immer da, aber warum das ohne genauere Kenntnisse immer vor den Wahlen vermeldet wird? Sollte da strategische Absicht dahinter stecken?

“Ungewöhnliches Hintergrundrauschen”: Sicherheitsexperten glauben, dass die Gefahr eines Terroranschlags in Deutschland erheblich gestiegen ist. Islamisten könnten mit einem Attentat in Deutschland versuchen, die Bundeswehr aus Afghanistan zu vertreiben.

Das Thema kann ich verstehen, aber das sind nicht nur kranke Freaks mit zu engem Turban die so denken. Das sind auch eine ganze Menge friedlicher Deutscher, die sich eigentlich gerne aus Afghanistan raushalten würden.

Mehr Terrorhelfer als erwartet

Von Kai | 28. Juni 2009 in Deutschland

Wir sind alle Helfer des Terrors! Das kam nun in einer ersten Verhandlung vor dem Frankfurter Oberlandesgericht heraus. Denn die meisten der Leser werden ein Fernglas, einen MP3-Player oder einen Kompass besitzen. Glaubt keiner? Hier ein Zitat:

Hüseyin Ö. soll unter anderem Ferngläser, MP3-Player und eine Kompassuhr besorgt haben.

Und als ob das noch nicht langen würde, wird ihm in der Anklageschrift auch noch der Besitz und die Weitergabe eines Fotoapparates vorgeworfen! Für Natur-begeisterte Freaks ist allerdings selbst der Besitz eines Nachtsichtgeräts mit Nachsicht zu sehen.

Wenn das alles an Anklagepunkten ist, dann geht es ja schnell mit dem Freispruch.

Der Mann hat gutes Timing, keine drei Wochen vor der nächsten größeren Wahl werden wieder mal Meldungen lanciert, Deutschland stehe im Visier von Islamisten (Hier zum Bericht). Daraufhin werden natürlich wieder Schaaren von Wählern sich mit Hilfe eines einfachen Kreuzes gegen den Islam wehren und die Wahl für das große C im Parteinamen gewinnen.

Fast das gleiche wie bei den Benzinpreisen. Vor den Ferien werden die – natürlich ohne jeglichen Kausalzusammenhang – plötzlich erhöht und danach wieder gesenkt. Da allerdings merkt es der Wähler schon langsam, hat aber keine Wahl.

Endlich sicher vor Terror eMails

Von Kai | 11. Mai 2009 in Deutschland

Einen Dank an das BGH, das hat nämlich eMails nun mit Telegrammen gleich gesetzt. Die ganze teure Investition in die TKÜV Technik zum Überwachen der Datenströme war also vergebens. Man braucht weder Richter, noch Durchsuchungsbefehl. Es dürfen eMails einfach so vom Mailserver wegbeschlagnahmt werden.

Nur so schafft man den zeitlichen Vorsprung beim Anti-Terror-Kampf. Denn Terroristen werden sicherlich so dumm sein, einen normalen Freemailer zu nutzen, keine Verschlüsselung verwenden und ihre Mails dann auch noch auf dem Server belassen.

Jetzt haben sie sich verplappert, die Politiker. Der nächste Schritt, wie wir alle noch sicherer werden können, ist geplant:

Angesichts der zahlreichen Verletzungen des geistigen Eigentums im Internet frage ich mich auch, ob wir beispielsweise mehr Regulierung des Netzes brauchen. Ob etwa die Anonymität des Internets eingeschränkt werden soll.

Das aus dem Munde von Zypries ist nun wirklich das Ende jeden Datenschutzes im Netz. Und mit Sicherheit erledigt das keines der wirklichen Probleme, denn Straftäter werden sich ja sicherlich immer vorher mit ihrer eigenen Identität im Netz anmelden. Wir blöde muß man sein, für so eine Schrottidee?

STOPP zensiert!

Von Kai | 27. April 2009 in Deutschland

Das Schild könnte bald immer öfter auftauchen und schon bei der ersten Sichtung einen Anfangsverdacht begründen. Viel Spaß bei der ersten Hausdurchsuchung.
Für die frühe Gewöhnung an das Schild bietet sich diese Seite an:
STOPP-zensiert.de

Unbekannte URLs gehören verboten

Von Kai | 21. April 2009 in Deutschland

Das Sperren von unerwünschten Inhalten wird endlich professionalisiert. Dem großen Vorbild China nicht nur nacheifernd, sondern es sogar überholend, sollen nun auch die Zugriffe auf die STOPP-Seite erfasst werden. Ganz egal, ob man überhaupt wußte wo der Link hinführt. Und wie sollte man das bei verkürzten Links via TinyUrl auch erkennen können?

Damit würde sich jeder Internetnutzer schon der Gefahr einer Strafverfolgung aussetzen, wenn er eine ihm noch nicht bekannte Adresse aufruft … Die nun bekannt gewordenen Planungen haben aber eine völlig neue Überwachungsdimension: Mit dem Speichern der Zugriffsversuche würde eine Vorverlagerung der Verdachtsgewinnung zur Bekämpfung der Kinderpornografie erfolgen, die Zigtausende von absolut unschuldigen Menschen zu Verdächtigen machen würde.

Also einfach dem unerwünschten Kollegen eine Mail mit einer TinyURL schicken, die auf gesperrte Seiten verweist und schon bekommt er grünen oder blauen Besuch. Und die Links sind ja sicher im Laufe der Zeit am durchsickern.

Wer verlinkt ist schuldig!

Dank dem engagierten Einsatz der Telekom konnte kurz nach dem 11. September eine Rasterfahndung nach sogenannten Schläfern durchgeführt werden. Nur dem kleinen Dienstweg und dem Verzicht auf jegliche rechtliche Skrupel ist dieser effektive Schutz der Bundesbürger zu verdanken.

Leider wirbt die Telekom nicht mit dieser Heldentat und schiebt den Riegel des Datenschutzes vor, weshalb auf Anfragen zu dem Thema nicht geantwortet werden kann.

Und ein Glück, daß die Schläfer sicher sich auch mit dieser Berufsbezeichnung im Telefonbuch haben eintragen lassen. Mitläufer sind dann sicher noch bei T-Mobile zu finden, in der myFaves Ablage der Handynutzer versteckt.