Eiskaltes Händchen als Terrorist

Von Kai | 10. Oktober 2011 in Europa

Ganz gefährliche Situation: Da fotografiert im Land der Kameras ein Vater seine Tochter beim Eis essen. Natürlich kommt da die innere Sicherheit vom Einkaufszentrum, verstärkt von der lokalen Polizei und will die Bilder löschen, das Handy konfiszieren und das ganze unter den Anti-Terror-Gesetzen begründen.

Wer so eiskalt Bilder macht muß ja Dreck am Stecken haben.

Leider werden nun als Gegenreaktion einige Eltern mehr als sonst dort einkaufen gehen wollen, natürlich nicht ohne Erinnerungsfotos.

Kein Briefgeheimnis mehr in UK

Von Kai | 29. März 2010 in Europa, Terrorabwehr

Endlich wird die letzte Achse des Pösen geschlossen: Die Briefpost!

In England soll zukünftig die private Post ohne Mitteilung, Kontrolle oder Möglichkeit des Einspruchs geöffnet werden können.

Freundlich wie die Briten so sind, wird auch auf den Erfinder dieses Verfahrens (Stasi) verwiesen.

Und wer hat sie erstellt? Die eigenen lokalen Sicherheitsbehörden. Skandal!

Dort werden die ersten sogenannten Nacktscanner eingesetzt, bislang auch bei Kindern. Das soll nun ein Ende haben. Terroristen mit Kindern im Reisegepäck können also nun ihre Waffen bequem an Bord tragen lassen, der Scanner darf ja nicht mehr eingesetzt werden. Zu groß ist die Angst versehentlich kinderpornografische Fotos zu erzeugen.

Risikoprofil: Nachbar mit Kindern

Von Kai | 13. Oktober 2009 in Europa

Die Engländer haben mal wieder einen an der Krone: Nun müssen sich alle Personen als potentielle Kinderschänder registrieren und von Vorverurteilung freisprechen lassen, die auch nur einmal im Monat mit Kindern in Kontakt kommen könnten. Ein kurzes Grüßen der Nachbarskinder kann da schon langen und man muß sich bei der Behörde einer Untersuchung stellen.

Nebenbei ist dann auch gleich das Fotografieren der eigenen Enkel verboten. Interessen, Einstellungen, Beziehungen und Lifestyle werden erfasst und beurteilt.

Das ist ja mal ein ganz neuer Ansatz. Da sieht man extra nicht so aus wie der typische Terrorist, verzichtet auf Haarbesatz im Gesicht, Gardine als Kleidung und hat extra gebleichte, helle Haut und wird doch unter Terrorverdacht angehalten und durchsucht. Man fragt sich warum. Weil es die Statistik entzerren soll!

In UK sind ja alle Verdächtigen an der Optik zu erkennen, halt nahöstliche Erscheinung. Damit das nicht zu sehr auffällt, werden nun extra viele Europäer zusätzlich angehalten und durchsucht, schon wissend das diese ja keine Terroristen sein können. Nur um sich nicht den Stempel des Rassismus aufdrücken zu lassen.

Geheime Foto-Verbotszonen in UK

Von Kai | 14. Juni 2009 in Europa

fotografieren verbotenDie Geheimhaltung beißt sich da gerade selbst in den Hintern: Es gibt Gebiete in England, wo man eigentlich nicht fotografieren darf und die Liste dieser Gebiete ist wiederum geheim.

Ein wenig erinnert das an die STOPP-Liste von Zensursula. Keiner darf den Inhalt wissen und wer drauf stößt ist schuldig.

The request asked for a ‘full list of all areas – in England, Wales and Northern Ireland – subject to Section 44 Terrorism Act 2000 authorisations, which the Home Office has a statutory duty to be aware of.’

In relation to authorisations for England and Wales, I can confirm that the Home Office holds the information that you requested. I am, however, not obliged to disclose it to you

Also dürfen weiterhin Polizisten harmlose Touristen anhalten und unter androhung einer Terrorklage den Fotoapparat verlangen und löschen. So wird das Königreich sicher sicher bleiben.

Da will man die lieben kleinen doch nur vor sich selber beschützen und dann ist es auch wieder nicht recht. Nun hatten in Essex sich eine ganze Klasse zum Streik berufen gefühlt, nachdem sie eines Morgens vier neue Kameras in ihrem Klassenraum vorfanden.

It turned out that our entire class was angry or confused over the cameras. Out of a class of 18 students, 17 felt uncomfortable with the idea and decided to boycott the room until the issue, and the students, were addressed. This was a difficult decision as we were three months away from exams and we had five lessons a fortnight in the room. The student body was supportive and a petition gained over 130 signatures

Das erinnert den informierten Leser natürlich sofort an das Buch Little Brother. Dachte sich auch der Autor des Buches, als er von dem Aufruhr erfuhr und sponserte prompt einen Stapel dieses Buches. Damit die lieben Kleinen mal schön weiter so kritisch gegen CCTV bleiben. Weiter so!

Die Nummer mit dem Kennzeichen

Von Kai | 23. Mai 2009 in Europa

Davon können die Mautsysteme hier in Deutschland nur träumen: Im Mutterland der Kamera-Überwachung werden nun die besten Kameras zu einem KFZ-Kennzeichen Netz zusammengeschaltet. Jedes Auto kann so fast lückenlos automatisiert verfolgt werden. Und wer schon im Vorfeld aggressiv und hochgefährlich auffiel – zum Beispiel als Anti-Kriegs-Demonstrant – der wird erst mal nicht mehr ungestört in Richtung Londoner Innenstadt fahren können.

This is a system meant for criminals but John Catt has not been convicted of anything and on a trip to London, the pensioner found himself pulled over by an anti-terror unit. … “I was threatened under the Terrorist Act. I had to answer every question they put to me, and if there were any questions I would refuse to answer, I would be arrested. I thought to myself, what kind of world are we living in?”

Eine Untersuchung im Mutterland der Kameraüberwachung hat erschreckendes belegt: Die Kameras bringen für die Sicherheit rein gar nichts und lohnen sich nur in der nächtlichen Überwachung von Parkplätzen. Einziger Effekt bislang war sogar eine Erhöhung der Anzeigenrate. Die investierten Gelder von einer halben Milliarde Pfund hätte man lieber in die Straßenbeleuchtung gesteckt.

Briten speichern DNA Unschuldiger

Von Kai | 7. Mai 2009 in Europa

Der Polizei in UK ist es ganz egal, ob man unschuldig ist oder nicht. Wenn sie einmal die DNA in den Händen halten, wird diese gespeichert bleiben und so lange mit jeder neuen Straftat verglichen, bis man mal endlich der Täter war. Und überhaupt: Wer kann schon unschuldig sein, wenn er DNA besitzt? Ist das nicht schon der erste Anfangsverdacht zur Schuld?

Wenigstens sind diese extrem persönlichen Daten bei den Engländern in besten Händen, da dort nie irgendwelche CDs oder USB-Sticks verschwinden, keine Laptops in Zügen liegengelasssen werden und auch alle Minister kompetent ihre Drucksachen vor der Presse verdecken.