Da will man die lieben kleinen doch nur vor sich selber beschützen und dann ist es auch wieder nicht recht. Nun hatten in Essex sich eine ganze Klasse zum Streik berufen gefühlt, nachdem sie eines Morgens vier neue Kameras in ihrem Klassenraum vorfanden.

It turned out that our entire class was angry or confused over the cameras. Out of a class of 18 students, 17 felt uncomfortable with the idea and decided to boycott the room until the issue, and the students, were addressed. This was a difficult decision as we were three months away from exams and we had five lessons a fortnight in the room. The student body was supportive and a petition gained over 130 signatures

Das erinnert den informierten Leser natürlich sofort an das Buch Little Brother. Dachte sich auch der Autor des Buches, als er von dem Aufruhr erfuhr und sponserte prompt einen Stapel dieses Buches. Damit die lieben Kleinen mal schön weiter so kritisch gegen CCTV bleiben. Weiter so!

Die Nummer mit dem Kennzeichen

Von Kai | 23. Mai 2009 in Europa

Davon können die Mautsysteme hier in Deutschland nur träumen: Im Mutterland der Kamera-Überwachung werden nun die besten Kameras zu einem KFZ-Kennzeichen Netz zusammengeschaltet. Jedes Auto kann so fast lückenlos automatisiert verfolgt werden. Und wer schon im Vorfeld aggressiv und hochgefährlich auffiel – zum Beispiel als Anti-Kriegs-Demonstrant – der wird erst mal nicht mehr ungestört in Richtung Londoner Innenstadt fahren können.

This is a system meant for criminals but John Catt has not been convicted of anything and on a trip to London, the pensioner found himself pulled over by an anti-terror unit. … “I was threatened under the Terrorist Act. I had to answer every question they put to me, and if there were any questions I would refuse to answer, I would be arrested. I thought to myself, what kind of world are we living in?”

Eine Untersuchung im Mutterland der Kameraüberwachung hat erschreckendes belegt: Die Kameras bringen für die Sicherheit rein gar nichts und lohnen sich nur in der nächtlichen Überwachung von Parkplätzen. Einziger Effekt bislang war sogar eine Erhöhung der Anzeigenrate. Die investierten Gelder von einer halben Milliarde Pfund hätte man lieber in die Straßenbeleuchtung gesteckt.

Alles was sie sagen

Von Kai | 3. April 2009 in Europa, Terrorabwehr

Anything you say

… kann gegen Sie verwendet werden. Den Spruch kennt man sonst nur aus den TV-Krimis. Nun sieht man ihn auch als freundliches Willkommen in England am Stadtrand von Newcastle. Wenn anderenorts ein Willkommen in steht, begegnet man hier dem Fremden mit einer Drohung.

Das schreckt aber sicher nur die bösen Terroristen ab, oder zieht es sie gar an? Wo früher noch mühsam ein Bekennerschreiben nötig war, macht das ja heute der Staat dank CCTV und Überwachung für einen. Das ist ja bequem!

Das ist ja ein toller Marketing-Trick: Man hat nicht etwa große Kosten für die Sicherheit durch CCTV-Überwachung, nein: Man verkauft die Videobänder einfach als Mehrwert an die Überwachten zurück!

It’s Your Day and you’re the star

Ein BigBrother zum Mitmachen für die Besucher. und an die RFID-Armbänder muß man die Menschen ja schon langsam gewöhnen. Wird ja wohl in UK bald generell üblich sein.

Übrigens: Dies ist keine Satire, ich wiederhole, keine Satire!

Der Trick mit der Tarnkappe

Von Kai | 3. Februar 2009 in Panne, Terrorabwehr

Aus der Serie “Einen Versuch ists ja wert” kann man den aktuellen Tarnkappen-Trick sehen. Wer sich nicht auf allen CCTV Bildern ohne Grund wiederfinden möchte, der kann sich via virtueller Tarnkappe unsichtbar machen, dann wird sein Gesicht automatisch auf diesen Bildern unscharf. Klingt erst mal toll.

Allerdings muß man sich dazu registrieren und via Handy und GPS ständig seine Position mitteilen. EIn genialer Trick! Da fallen sicherlich alle Terroristen drauf rein und registrieren sich jetzt. Dann muß man auf den Kameras nur noch nach unscharfen Gesichtern suchen und hopps, der Terror ist besiegt.

Danke!

Das wurde aber auch Zeit, nun sollen flächendeckend die Bahnhöfe videoüberwacht werden. Und wenn man schon dabei ist auch gleich in den Fernzügen selbst. War bislang nur ein Display in der Kopfstütze des Vordermannes eingebaut, oder steckt da schon eine Kamera dahinter?

Leider wird dieser ganze Aktionismus wieder nichts als Kosten verursachen und viele Leute in falscher Sicherheit wiegen. Welcher Attentäter läßt sich denn von der Videoaufzeichnung seiner Tat abschrecken? Im Gegenteil: Manche Anschläge wurden von den Terroristen sogar gefilmt, als Werbekampagne sozusagen.

Und ob ich im Nachhinein aus dem bekennerschreiben oder aus der Videoaufzeichnung rauslesen kann wer es war, das ist mir als Opfer dann auch egal.

Schade ums Geld, oder steckt da langfrsitig doch mehr dahinter? Frühe Entwöhnung der Privatsphäre?

Die Überwachten schießen zurück

Von Kai | 29. September 2008 in Europa

Quis custodiet ipsos custodes?

Anscheinend sind die Engländer ein ganz undankbares Völkchen. Kaum daß der Staat und der Kommerz jeden ihrer Schritte überwacht, da formiert sich doch erster Widerstand. Nun ruft die Open Rights Group dazu auf, den Überwachungswahnsinn in Fotoserien festzuhalten.

Fake CCTV Bausatz

Von Kai | 29. August 2008 in Fake, Terrorabwehr

Mehr Sicherheit auf der Straße durch Video-Überwachung. Das klappt auch im Stil der Hobbythek!

Endlich gibt es den Bausatz für die eigene CCTV-Kamera zum Falten und Kleben aus Papier. Hier ist die Anleitung zum Ausdrucken.

Luftballons als Terrorhelfer

Von Kai | 4. August 2008 in Weltweit
Terror Ballons

Terror Ballons

Unglaublich, was für gefährlich Terror-Helfer in jedem Laden erhältlich sind. Mit einfachem Kinderspielzeug – einem Luftballon – wird die gesammte CCTV Industrie ausgehebelt. Wild wütender Mob auf der Straße wird die Folge sein, wenn es keine Kameraüberwachung mehr gibt. Gut das es hin und wieder reinigende Windstöße gibt, die diese Ballons von ihrer gar schrecklichen Tat abbringen. Und sowas wird auch noch als Kunstprojekt getarnt.