Dial 1 for Terror

Von Kai | 23. Februar 2009 in Uncategorized

Es ist geschafft! Das eindeutige Indiz für den Terroristen in der Nachbarschaft ist gefunden worden. Und wieder einmal war es ein Brite mit der Idee:

Do they own more than one mobile phone? Then call 0800 789 321. Terrorists need communication. They often collect and use many pay-as-you-go mobile phones, as well as swapping Sim cards and handsets.

So lautet es kürzlich bei einem Presseaufruf der UK-Polizei. Ist ja auch klar, wer mehr als ein Mobiltelefon besitzt, macht sich sofort verdächtig. Das dürfe dann auf etwa 100% aller Schüler zutreffen, wenn nicht mehr. Und auf alle Entwickler für mobil Software. Wenn das Hitchcock noch erlebt hätte …

Wieder einmal sind die Vereinigten Arabischen Emirate dem Rest der Welt einen Schritt voraus. Dort werden jetzt negative Berichte zur wirtschaftlichen Lage verboten. Anscheinend ist es dem lokalen Scheich lieber, es werden Gerüchte als Fakten gestreut. Und das z.B. Dubai mehr als nur Sand im Wirtschaftsgetriebe hat, ist zu merken. Denn schon das Schlechtreden der Lage ist ein kleiner Anschlag auf die Volkswirtschaft. Terrorismus im Wirtschaftsteil also.

Liste der Terror-Kinder

Von Kai | 20. Februar 2009 in Europa

Die Früchtchen werden ja immer frühreifer, wollen mit 17 schon den Führerschein, mit 16 schon wählen und nun vor 14 schon Terrorist sein. Da will der Staat die freie Entfaltung auch nicht aufhalten und freut sich schon auf die elektronische Speicherung von unter 14-jährigen aus Gründen des Verfasungsschutzes.

Vom Kindergarten ins Terrorcamp, ist es nur ein kleiner Schritt. Das kollektive Üben im Sandkasten ist ja doch nur eine Vorbereitung auf die Tarnung von Sprengfallen. Wir haben es ja schon immer gewusst.

Noch regt sich leichter Widerstand unter den Briten und bei manchem Anti-Terror-Unsinn bringt es dann die Teetasse zum überlaufen: Nun wollten am Sonntag sich verschiedene Organistationen zum Schutz des Fotografierens zusammenschließen und eine Rally nach Scotland Yard unternehmen.

Heute soll nämlich ein Gesetzt verabschiedet werden, welches Fotos bestimmter Personengruppen untersagt (wir berichteten).

Geheimes TV im elektrischen Stuhl

Von Kai | 12. Februar 2009 in Deutschland

Neu von Technisat ist ein Balkonstuhl mit versteckt eingebautem Satelliten-Empfänger. Das muß doch den potentiellen Terror-Schläfer in Deutschland gefallen. Damit kann er unerkannt von Nachbarn und Behörden den Stuhl nach Osten ausrichten und via Satellit direkt sein arabisch codiertes Terror-TV empfangen. Wie kann man solche technische Waffen nur zulassen?

Wir fordern ein generelles Verbot von Balkonstühlen aus Gründen den inneren Sicherheit!

Biometrie mit Leseschwäche

Von Kai | 10. Februar 2009 in Europa, Panne

So kann man auch Geld verbrennen. Da wird mit Milliardenaufwand in England der biometrische Ausweis eingeführt und dann fehlen so Kleinigkeiten wie Lesegeräte. Nicht etwa nur in einzelnen dörflichen Polizeistuben, sondern landesweit ist kein einziges Gerät vorhanden. Und ob die jemals bestellt werden, hängt davon ab, ob sich noch ein produzent findet. Selbst hergestellt sind die Geräte noch nicht mal.

Das House of Lords in England hat sich überraschend klar gegen den aktuellen Trend gestellt alles und jeden überwachen zu wollen. Da gab es so durchaus vernünftig klingende Zitate, wie:

privacy is an essential prerequisite to the exercise of individual freedom … The huge rise in surveillance and data collection by the state and other organisations risks undermining the long-standing traditions of privacy and individual freedom which are vital for democracy

Da sind die alten Herren anscheinend doch mal aufgewacht und haben auch was sinnvolles zur Politik beigetragen. Hoffentlich macht sich die Meinung als nächstes auch mal in der breiten Bevölkerung bekannt, da gibt es ja noch viel zu viel stille Zustimmung, anstelle von aktiver Ablehnung.

Antrag auf Nicht-Terrorist-Eintrag

Von Kai | 5. Februar 2009 in Terrorabwehr

Nun sind sie anscheinend komplett durchgeknallt, die Herren Politiker. So sollen sich in den USA diejenigen auf eine White-List setzen lassen, die nachweislich keine Terroristen sind. Die Umkehrung der Beweislast ist ja schon so eine Sache, eigentlich unmöglich, außer gegen Geldzahlung sowas zu beweisen. Das alles, weil die Black-List inzwischen schon über eine Million Namen beinhaltet, die meisten sind da wohl eher aus Versehen drauf geraten. Und wenn die eine Behörde Mist baut, dann erfinden wir halt eine konträre gegenbehörde, die den Gegen-Mist verwaltet.

Böse Bobby Bilder

Von Kai | 4. Februar 2009 in Europa, Terrorabwehr

Wieder mal Neues aus dem Königreich der Fotografierverbote. Für ein Foto eines Polizisten drohen nun bis zu 10 Jahre Gefängnis. Verhältnismäßigkeit buchstabiert man in UK anscheinend grundsätzlich anders. Natürlich alles im Namen der Terror-Abwehr. Denn Fotos sind ja …

likely to be useful to a person committing or preparing an act of terrorism

Das Gesetz tritt am 16. Februar in Kraft.

Mal ausnahmsweise ein TV-Tipp, da hat 3sat doch mal den richtigen Riecher bewiesen und berichtet durchaus kritisch vom Anti-Terror-Wahn der hier und erst recht in den USA herrscht. Da provoziert ein Künstler (Christoph Faulhaber) die Sicherheitsbehörden, indem er schlicht nur neugierig ist. Eine kleine Durchsuchung alleine wäre ja noch angemessen gewesen, allerdings landet er auf der Terror-Liste, fliegt aus der Wohnung und der US-Uni und verliert noch sein Stipendium – nein, nicht in den USA, sondern hier in Deutschland. War wohl zu unangenehm geworden der Herr Student.