War on Terror – nur ein Spiel?

Von Kai | 16. August 2008 in Europa, Terrorabwehr

Für die frühkindliche Aufklärung zum Thema Terror unverzichtbar: Nun gibt es auch das Brettspiel passend zur Realität. War on Terror, the board game. Leider sieht das die Polizei in Camebridge, einem kleinem unaufgeklärtem Dorf in England, wohl anders. Dort wurde das Spiel beschlagnahmt, da die beiliegende Skimütze für terroristische Anschläge mißbraucht werden könnte. Nun könne Kinder endlich wieder sicher und unwissend von den Dingen der Welt spielen.

Die US Luftwaffe winkt mit ihrem weißen Tuch und stellt alle Cyber-Kampfhandlungen ein! Noch vor kurzem hatte sie sich TV Spots gegönnt mit denen über 8000 Mitarbeiter gefunden werden sollten. Diese waren für die Kontrolle des Internet nach US Interessen zuständig. Nun wird das Programm nur Wochen vor der Vollendung gestoppt.

Oder ist das nur die offizielle Lesart? Was man offiziell nicht hat, kann auch niemand kritisieren. Wird das Programm nun als Geheimprojekt doch fortgeführt?

Zur Erinnerung hier nochmal das Werbevideo:

Endlich einfache und klare Vorgaben. Wer am Flughafen seinen Ausweis nicht zeigen kann, der kommt erst mal gleich auf die TSA Liste für Terrorverdächtige. Und wie man davon wieder runterkommt ist fraglich, für fünfzehn Jahre ist die Speicherung erst mal geplant. Effektiv ist wohl nur ein staatsverträgliches Frühableben um die Liste zu bereinigen, denn inzwischen haben es schon 16500 Personen so auf die Liste geschafft.

Aber auch schon eine vergessene Nagelschere im Handgepäck kann einen darauf bringen.

Fazit: Für einen Staat ist sowas wie Bevölkerung eigentlich nur lästig.

Vorratsdaten auf Britisch

Von Kai | 13. August 2008 in Europa, Terrorabwehr

Die unvorstellbare Menge von einer Milliarde Datensätzen wird demnächst pro Tag über britische Bürger erfasst. Tendenz steigend!

Jede noch so kleine Behörde hat dann Zugriff auf alles was ihre Bürger so anstellen. Ob sie brav im Internet surfen oder gar subversiv mit Frankreich kooperieren und Rotwein bestellen.

Das ganze Vorhaben dem Terror damit Einhalt zu gebieten wird bei der Datenflut im Sande verlaufen. Vielmehr werden die Bürger die volle Gängelung ihrer kleinen Lokalsherriffs zu spüren kriegen. Oder war der Blogwart nicht eine deutsche Erfindung?

Mehr humorige Nachrichten aus England: In Manchester hatte die Polizei mal wieder ein falsches Haus gestürmt. Anscheinend waren die Zettel für solche Fälle schon alle. Jedenfalls hinterließ die Truppe am Kühlschrank mit den dort vorhandenen Magnetbuchstaben den Text “OLDHAM TASK FORCE CALLED” und verschwand ohne weitere Notiz.

Der erstaunte Wohnungsinhaber kam zurück und konnte es nicht glauben. Die Polizei benutzt Kinderspielzeug im Zuge von Fahndungen und ihren Pannen! Soll man da nun lachen oder sich ärgern?

Fliegen ohne Identität

Von Kai | 12. August 2008 in Terrorabwehr, Weltweit

In den USA wird ja alles sicherer, gerade im Flugverkehr.

Geradezu lächerlich wirkt dagegen der Versuch ohne Ausweis einen Inlandsflug zu versuchen.

Aber der ist so in den Köpfen verankert, daß er nicht einfach so abzuschaffen ging. Also ist er immer noch erlaubt (wir berichteten). Auch wenn man auf massiven behördlichen Widerstand stößt. Aber sowas spornt ja eher an.

Die Erfahrungen eines solchen Fluges hatte die mutige Passagierin noch einmal zusammengefasst.

  • Die Angaben ohne ID sind nur auf dem Boarding-Zettel notiert, mit ganz sicherem Filzschreiber. Wer den Zettel schon ausgedruckt mitbringt, kann ihn dann wieder austauschen.
  • Die Fragen zur Person sind lächerlich einfach. Man muß nur Ort und Straße seiner Wunschidentität auswendig wissen.
  • Der Schwarzmarkt für gefälschte Identitäten und deren Ausweise floriert gerade in den USA. Weil man für jedes Tröpfchen Alkohol seinen Ausweis zeigen muß, egal ob gefälscht oder nicht.
  • Auf Verdacht hin machen die TSA Mitarbeiter telefonische Background Checks zur Person. Die Telefonnummer davon sollte man man mitschreiben, da kann man sicher noch viel mehr über seine Nachbarn erfahren. Es könnte die Kurzwahl zum örtlichen Frisörsalon sein.

Dem Terror die Zähne zeigen

Von Kai | 8. August 2008 in Terrorabwehr

Die Verzahnung der Sicherheitsbehörden von EU und USA soll nach einem Bericht bis 2014 erheblich zunehmen. Endlich werden die Daten der Bürger dann in Echtzeit analysiert und ausgetauscht. Zögerliches herumstehen wird von den automatischen Kameras erfasst und gemeldet. Oder andere auffällige Muster.

Das ganze kommt sicher live im Orwell Office im Weißen Haus an.

Der Hundeflüsterer auf Amerikanisch

Von Kai | 7. August 2008 in Weltweit

Schon mal über die Tölen des Nachbarn geärgert? Aber niemand wollte Ihnen zuhören? Die Lösung ist ganz einfach und hat in den USA schon funktioniert:

  1. Schicken Sie dem Nachbarn per Post ein wenig Haschisch, die Investition lohnt sich
  2. Die Polizei bekommt schon im Postamt automatisch einen Tipp
  3. Bei der unangemeldeten Erstürmung der verdächtigen Adresse werden traditionell erst mal die Hunde erschossen, wir sind doch in den USA
  4. Die hochnotpeinliche Verhörung macht sicher das i-Tüpfelchen aus
  5. Die Nachbarn des Hundenachbarn sind sicher auch not amused

Und demnächst geht das sicher auch mit Terror-Verdacht als Anlass und nicht nur mit Drogen, es könnte damit sogar ein wenig mehr Spaß machen.

Anti-Terror-Liste gestohlen

Von Kai | 6. August 2008 in Terrorabwehr

Der TSA, bzw. einer von ihr beauftragten Firma, ist ein Laptop mit 33.000 unverschlüsselten Datensätzen einer whitelist gestohlen worden. Der Computer ist zwar inzwischen wieder aufgetaucht, aber was ist in der Zeit mit den Daten geschehen?

Das Clear genannte Programm ermöglicht es ohne große Sicherheitskontrollen am Flughafen einzuchecken. Was wenn nun jemand nicht die Daten klauen wollte, sondern sich selbst auf die Liste gesetzt hat? Terror von innen sozusagen, unter Beihilfe der TSA.

Wir fordern: Jeder auf dieser Liste gehört unter Verdacht gesetellt und darf erst mal nur noch Bus fahren!

Vorzensur gegen Medienterror

Von Kai | 4. August 2008 in Terrorabwehr

Neues aus dem Land der alkoholisierten Freitagsschnappsleichen: Die Vorzensur erreicht die Insel. Als ob es nicht genug Probleme beim Jugendschutz gäbe – Binge Drinking, Happy Slapping – wird wieder das Internet vorgeschoben und auf eine Kontrolle von Nutzer-generierten Inhalten gedrängt.

… fordern sie eine grundsätzliche Kontrolle von nutzergenerierten Inhalten in Online-Sozialnetzen, Chat-Räumen und Foto- und Videoplattformen …

Also einfach überall, nach dem aktuellen web 2.0 Getöse.