Atom-Terror in Colorado

Von Kai | 22. Juni 2008 in Weltweit

Wer braucht noch schmutzige Bomben in den Händen fanatischer Terroristen, wenn es auch ein paar eigene Angestellte tun? Mal ein wenig unachtsam mit dem Plutonium im Labor gespielt – die haben es wohl mit Katzenstreu verwechselt – und dann einfach den staubigen Rest im Waschbecken abspülen wollen. Und schon hat man das ganze Gift im Gebäude, auf dem Fußboden und auf den Tischen verteilt.

Aber es besteht ja kein Grund zur Sorge. Das Heimtschutzministerium hat da schon definiert, schmutzige Bomben gibt es nur von ausländischen Tätern. Inländische unfähige Menschen haben da keine Gefährlichkeit. Das bischen Plutonium in der Kläranlage ist dann sicher auch unschädlich, da es rein amerikanisches Plutonium ist und das auch sicher selber weiß.

Der Spion im Knäckebrot

Von Kai | 19. Juni 2008 in Terrorabwehr

Der Reichstag in Schweden sorgt für Sicherheit. Ab sofort darf der Geheimdienst jegliche Kommunikation abhören. Zwar wird noch der Terror in rein inländischen Verbindungen geduldet, sobald aber Daten ins Ausland fließen, wird wieder zugehört.

Kritiker nennen diesen Schritt auch den Elchtest der Demokratie. Bleibt die Ausgewogenheit zwischen Schutz und Einschränkung im Gleichgewicht, oder kippt das Fahrzeug Staat auf die Seite und der Terror hat gewonnen?

Anleitung für Terror

Von Kai | 18. Juni 2008 in Baumaterial

Wie kriegt man Terror richtig fehlerfrei umgesetzt? Dazu existieren eine Menge an Anleitungen und Dokumentationen, teilweise aus den erstaunlichsten Quellen. Aktuell in der Top 10 der Sachbücher findet sich die US Special Forces doctrine, als Kopie bei wiki leaks zu lesen.

The document, which has been verified, is official US Special Forces doctrine. It directly advocates training paramilitaries, pervasive surveillance, censorship, press control and restrictions on labor unions & political parties. It directly advocates warrantless searches, detainment without charge and the suspension of habeas corpus. It directly advocates bribery, employing terrorists, false flag operations and concealing human rights abuses from journalists. And it directly advocates the extensive use of ‘psychological operations’ (propaganda) to make these and other ‘population & resource control’ measures more palatable.

Also das klingt nach den täglichen Nachrichten, die Anleitung scheint zu funktionieren.

Man sollte schon aufpassen, wenn man seine Zulieferer im asiatischen Raum hat. Einfach mal eben einige Kleider in Pakistan bestellen und das Geld dorthin überweisen geht nicht. Da konnten in letzter Minute noch die USA verhindern, daß stolze 200 Dollar nach Pakistan flossen. Diese Unsumme an Geld war ja schließlich ein eindeutiges Indiz für den Waffenhandel. Da der Empfänger auch noch den Decknamen Rashid trug – man stelle sich nur einen Herrn Müller in Deutschland vor – blieb das Geld in den Mühlen der Geheimdienste stecken und die Hausbank der dänischen Geschäftsfrau wurde hochnotpeinlich befragt.

Wie kann ein Bürger sich blos so erdreisten und Flugblätter gegen die Kamera-Überwachung in seiner Gegend verteilen? Das ist ja nicht nur unamerikanisch, das ist ja gleich auch verdächtig. Also wird erst mal flugs ein pseudo-Verdacht erhoben, die Wohnung gestürmt und durchsucht. Letzendlich wurde die Wohnung versiegelt und der renitente Mitbürger sitzt auf der Straße. Dazu noch ein wenig Schikane gefällig:

We’re going to do you a favor … It’s a very hot day, and we’re going to bring you down the district and put you in a cell so you don’t overheat.

Und das ist nicht in einem offiziell totalitärem Staat passiert, sondern in den USA in North Philadelphia.

Das sind sicher sichere Auflagen. Da wurde ein sogenannter Hassprediger auf Bewährung nach Hause geschickt. Er darf für Anschläge nun nur noch für zwei Stunden pro Tag das Haus verlassen.

Neben dem obligatorischen Sprengstoffgürtel trägt der Attentäter mit Stil auch noch eine elektronische Fußfessel als Accessoir, denn damit wird er sicher nichts böses ausüben. Nebenbei darf er in keine Moschee mehr hinein, macht nix, zuletzt hatte er ja schon auf offener Straße gepredigt. Das darf er aber offiziell nur noch vor seiner Familie und seinen Kindern. Gut das manche Familien so groß sind, das dürfte immernoch voll werden. Eigene Computer oder Handys darf er auch nicht mehr besitzen, aber da findet sich sicher ein Freund und Helfer.

Auf die Resozialisierung sind wir mal gespannt, Umschulung als Nachrichtensprecher vieleicht?

Falsche Polizisten an Flughäfen

Von Kai | 17. Juni 2008 in Terrorabwehr

Knapp fünfzigtausend falsche Polizisten laufen auf US-Flughäfen herum. Dort werden gerade Kostüme von der TSA ausgegeben, die einer blauen Polizeiuniform täuschend echt gleichen.

Durch diese optimal durchdachte Verwirrungstaktik, werden Terroristen sicher die Waffen strecken. Bei so vieler Polizeipräsenz weiß man ja nie wann einer mal ein echter Polzist ist. Im nächsten Schritt werden dann auch die Reisenden in diese Uniform gesteckt, dann laufen nur noch blaue Hemden durch den Flughafen. Daraufhin muß der einzige Mensch ohne Polizeikostüm ja der Bewerber für das nächste Attentat sein.

Die Welt ist ja so schön einfach.

Knopf des Todes

Von Kai | 16. Juni 2008 in Fake

Ganz gefährliches Terrorspielzeug, was da im Internet von vermeindlichen Geeks gehandelt wird. Was soll der Zoll oder gar der eigene Werksschutz denn denken, wenn sowas auf dem Schreibtisch im Büro steht? Dazu wird das Teil auch noch via USB verkabelt, weiß der Henker was da alles losgeht. Dazu das Motto im Katalog:

Armed and Dangerous

Das sagt ja alles.

Nur mit Hilfe eines Detektives konnte in Bayern die regelmäßige Kreuzigung von Lottoscheinen aufgeklärt werden. Eine Annahmestelle wurde verdächtigt mit der Zufallsmaffia zusammenzuarbeiten. Der Detektiv konnte eine Vorstufe des Bundestrojaners auf den PC der Annahmestelle einschleusen.

Die Auftraggeber der Detektei lehnten eine Zusammenarbeit allerdings ab:

Die Behörde hat zwar bestätigt, eine Detektei beauftragt zu haben, streitet aber ab, direkt mit dem Detektiv zusammengearbeitet zu haben

Wir habens zwar bestellt, aber wir sind nicht schuld. Ja nee, is’ klar.

Das macht ja Sinn: Wenn man nach Terroristen fahndet, warum diese nicht einfach einladen und befragen?

… sich Ausländer in allen Bundesländern geheim gehaltenen Sicherheitsbefragungen unterziehen müssen, wenn sie sich “längere Zeit in Deutschland aufhalten wollen und aus einem als gefährdet eingestuften Staat stammen”. Diese Personen müssten einen geheimen Test im Ausländeramt bestehen

Ganz klare Sache, da sind dann so Fragen drin wie:

  • Glauben Sie an den Staat?
  • Sind Sie für Demokratie?
  • Haben Sie die richtige Religion?
  • Sind Sie Terrorist?

Also erst drei Fragen lang einlullen und dann voll zur Sache gehen. So wird Deutschland endlich sicher!