Kampfrobotor gegen Terror-Demos

Von Kai | 29. Mai 2008 in Weltweit

Wo sonst als in Texas kann man solche Wunderwerke der Befriedung sehen. Der kleine, putzige Roboter aus der Firma, die sonst Staubsauger herstellt, feuert mit tödlicher Präzision auch weniger tödliche Geschosse ab.

… sieht nicht nur den Häuserkampf sondern auch bewaffnete Patrouillen und die Kontrolle von Menschenmengen und gewalttätigen Ausschreitungen …

Dann darf man bei der nächsten G8 Gegendemo also nicht nur wieder illegale Kampfjet Einsätze erwarten, sondern wird auch noch von autarken Kampfmaschinen mit texanischem Akzent beschützt. So sieht sie also aus, unsere Todsichere Zukunft.

Drei Billionen verpulvert

Von Kai | 27. Mai 2008 in Terrorabwehr

Was macht man mit zu viel Geld im Staatshaushalt? Entscheide Dich für:

  • Kandidat eins, Du sprengst fremde Länder in die Luft, bringst fremde und auch eigene Soldaten ins Jenseits. Nach ungefähr drei verpulverten Billionen US-Dollar ist dann sicher alles friedlich auf der Welt.
  • Kandidat zwei, Du schickst für das gleiche Geld 500 Menschen auf den Mars und baust dort eine Kolonie auf.
  • Kandidat drei, Du legst sämtliche Kohlekraftwerke der USA lahm und setzt auf vermeindlich saubere Atomkraft.

Was gibt es noch an Lösungen so viel Geld auszugeben? Hat noch jemand Vorschläge?

Ein Student der Nottingham University wurde schnell erwischt, als er gefährliches Wissen im Internet suchte. Fündig wurde er ausgerechnet auf einem US-Server, dort hatte er von einer Regierungs Webseite Informationen zu Taktiken von al-Qaida heruntergeladen.

Dieses unerhörte Verbrechen (er konnte lesen!) wurde nach einem Tipp der US-Behörden schnell dem Studenten zugeordnet werden. Dieser wurde daraufhin sechs Tage in Arrest gesteckt und recht aggressiv verhört. Im Anschluss an den Arrest wurde der Student – auch noch ein Ausländer aus Algerien – direkt in Abschiebehaft genommen.

Wo kommt man denn da hin, wenn ein Staat auch noch die Ausbildung seiner eigenen Attentäter finanzieren soll? Oder ist das eine neue Art von völkerverständigender Entwicklungshilfe?

Selbstmord Piloten überführt

Von Kai | 26. Mai 2008 in Weltweit

Da waren die Kanadier aber wieder mal schnell. Noch bevor die Gruppe selbst von ihrer Gefährlichkeit wusste, hatten die Behörden sie schon überwacht und Dossiers über die Punk Band mit dem Namen Suicid Pilots angefertigt.

Es ist ja auch mit Sicherheit zu erwarten, daß Attentäter dies in einer Gruppe mit eindeutigem Namen planen, ggf. werden sie sogar einen gemeinnützigen Verein gründen, da Terror ja allen etwas bringt und gemein ist.

Fehlalarm im Autohaus

Von Kai | 24. Mai 2008 in Fake

Mit einer Radio-Werbung fing alles an. Gedankenverloren hörte Michael K. den Werbespot einer Autofirma. Dort schallte es:

Viva Märtyrer

Sofort war klar, das kann nur die Unterstützung von Terrorismus sein. Während des Einsatzes des SEK, GSG und WAI (was auch immer), stellte sich dann heraus, es wurde nur der Vivaro Mehrtürer beworben. Ein gelungenes, wenn auch fiktives Beispiel der allgemeinen Paranoia. Neighbourhood watch sorgt schließlich für Unterhaltung.

Die Berufliche Weiterbildung für Terroristen bleibt weiterhin erlaubt und kann bis Ende Mai von der Steuer abgesetzt werden. Wie heißt es so schön auf spiegel.de:

Der bloße Besuch eines Terror-Camps bleibt folgenlos

Nur wenn man sich auf einen Anschlag vorbereitet, wird der Besuch strafbar. In Kombination mit vollzogenem Selbstmord-Attentat wird dann anschließend die Höchsstrafe verhängt, wahrscheinlich in Abwesenheit des Angeklagten. Der hat ja gerade seine Jungfrauen zur nächsten Weiterbildungsmaßnahme.

Was erlauben sich denn da die sogenannten Datenschützer? Wird doch einfach eine Petition eingereicht gegen die glorreiche Bundesabhörzentrale!

Dabei ist die Idee doch so gut gemeint: Man legt mal eben faktisch Polizei und Geheimdienste zusammen. Synergieeffekte funktionieren ja in der Wirtschaft auch, warum nicht in der Politik. Sozialverträglich freigestellt wird dabei die Demokratie, stört ja auch nur beim Ermitteln. Von negativen Erfahrungen aus der Vergangenheit will dann keiner was wissen, schließlich geht es ja um die Sicherheit. Ja sicher!

Am 31. Mai werden bundesweit dazu Unterschriften gesammelt, bitte schon mal vormerken. Aktionstag Freiheit statt Angst.

Ja wie denn? Der war bislang erlaubt?

Nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung gibt es jährlich dreihundert Millionen solcher Anschläge! Dem muß man wirklich ein Ende setzen. Andererseits gab es gerade bei dieser Form der bombigen Selbstdarstellung die bislang wenigsten Kollateralschäden unter den Angerufenen.

Das machen die Amerikaner uns wieder mal vor. Dort wird also schon vom Kindergarten an nach Terror Verdächtigen ermittelt. Wer auch nur im falschen Stadtteil wohnt, der gelangt schon in die Liste der Verdächtigen Personen.

Wenn Sie in einer solchen Ecke leben, können Sie vielleicht noch ein Flugzeug besteigen, aber nicht in ein Gebäude einer Bundesbehörde gehen

Und auch die Spionage der Bürger untereinander wird angeheizt.

Polizisten werden trainiert, Verdächtige in Hotels herauszufinden … Aktivitäten krimineller und nicht-krimineller Art melden … das Malen von Grafiken oder das Aufzeichnen von Kommentaren … Aufnahme von Fotos “ohne ästhetischen Wert”

Da wird sich dann wohl letztendlich jeder Bürger in der Datenbank wiederfinden, allerdings auch jeder ordentlich mit Wohnsitz gemeldete Terrorist ebenso. Ergo: Die Datenerfassung ist ein voller Erfolg! Weiter so USA!

Ehe steigert Terror-Angst

Von Kai | 21. Mai 2008 in Deutschland

Wir haben es ja schon immer gewusst. Die Ehe ist gut für die Gesellschaft und schlecht für die Stimmung. Nun kommt raus, die Ehe steigert die Angst vor Terror. Immerhin um fünf Prozentpunkte oder um ein Drittel sinkt die Angstlosigkeit nach dem Jawort.